Dass Wiesen Pflege brauchen, ist klar – aber auch die Art und Weise ist ausschlaggebend. Die Mahd ist unerlässlich für das Weiterbestehen des Lebensraums, jedoch verändert sie die Brutplätze und das Nahrungsangebot vieler Arten – zumindest zweitweise – drastisch.
Den perfekten Zeitpunkt zur Durchführung gibt es nicht. Je nach Tier- und Pflanzenvorkommen sollte die Mahd zwischen Frühsommer bis Spätherbst ein- bis zweimal im Jahr vollzogen werden.
Ebenso die Schnitthöhe ist von den dort lebenden Arten abhängig. Das Wichtigste:
Am besten abschnittsweise, mosaikartig, mit zeitlichem Abstand mähen. So können Tiere auf andere Flächen ausweichen. Ganz besondere „Rasenmäher“ kommen im Landkreis Schwandorf in den trockenen Hängen zum Einsatz: Schafe und Ziegen.
Die extensive Beweidung schützt die meist schwer zugänglichen Flächen davor, zuzuwachsen und hält den Naturraum am Leben.
Wer diese Tiere aus nächster Nähe sehen will, kann dies im Wild- und Freizeitpark Höllohe machen. Neben den Ziegen tummeln sich fast 200 Tiere aus 21 Arten, die auch gefüttert werden dürfen.
Bild: © Wild und Freizeitpark Höllohe, Stefan Jahreiß